Montessori und frühkindliche Entwicklungsberatung

HILF MIR, ES SELBST ZU TUN

 

Zeige mir, wie es geht. Tu es nicht für mich. Ich kann und will es alleine tun. Hab Geduld, meine Wege zu begreifen. Sie sind vielleicht länger, vielleicht brauche ich mehr Zeit, weil ich mehrere Versuche machen will. Mute mir Fehler und Anstrengung zu, denn daraus kann ich lernen.

Sollten Sie sich Sorgen um die Entwicklung Ihres Kindes machen, unsicher in Be,- oder Erziehungsfragen sein, so besteht die Möglichkeit eines                                                2-stündigen Entwicklungsgesprächs in meinem Montessoriraum.

Dort kann das Kind in entspannter Atmosphäre in seinem Verhalten beobachtet und auf Ihre Fragen ausführlich eingegangen werden.

Alle, die wir Kinder ins Leben begleiten, sind danach bestrebt, sie auf dem Weg in ein selbstbestimmtes, eigenverantwortliches Leben zu begleiten. In jedem Menschen sind 2 Seiten zu finden, die hilflose, schwache und unsichere genauso wie die kompetente, selbstsichere und starke Seite. Durch eine gezielte Wahrnehmung und Ermutigung kann bei jedem Menschen die positive Seite gestärkt werden.

In der Erziehung und Pädagogik ist es in jedem Fall nachhaltiger, die positiven Eigenschaften eines Kindes zu unterstützen und entwickeln zu helfen, als ständig seine Defizite zu bemängeln. Dabei ist es wichtig, nicht grundlos zu loben, sondern ehrlich und einfühlsam die vorhandenen Ressourcen zu stärken. Durch diese Stärkung entwickelt ein Kind viel eher das Vermögen, verzögerte Entwicklungsschritte nachzuholen.

Dafür muss es aber auch den Freiraum haben, selbst auszuprobieren und natürlich auch einmal selbst zu scheitern. Wenn bei jeder Kleinigkeit überschwänglich gelobt wird, verliert das Lob seine Wirkung, wenn immer alles auf Anhieb gelingt, bleibt beim Erfolg irgendwann die Freude aus.

Die größte Freude für ein Kind ist nicht das Lob, sondern der Umstand, dass es sich intensiv und ungestört einer spannenden Aufgabe widmen darf.

Das bedeutet, dass das Kind auch lernen muss, dass Misserfolge zum Leben gehören, und für die Eltern, dem Kind zuzutrauen, mit diesen adäquat umzugehen und wichtige Erfahrungen daraus zu ziehen. Kinder wollen sich erproben, gefordert werden, zeigen, was sie können. Räumt man ihnen alle Schwierigkeiten aus dem Weg, so nimmt man Ihnen auch die Möglichkeit zu erfahren, wie gut es sich anfühlt, für etwas eine eigene Lösung zu finden. „In Watte gepackte Kinder“ werden es schwerhaben, ein gutes Selbstwertgefühl und Eigenkompetenz  zu entwickeln.

SIE WOLLEN „ES“ SELBST MACHEN

                                                                                                                                                                    Die Kinder dabei zu UNTERSTÜTZEN ist die Aufgabe, nicht ihnen Dinge abzunehmen, die sie SELBST ERLEDIGEN könnten.

ERZÄHLE ES MIR UND ICH WERDE ES VERGESSEN, ZEIGE ES MIR, UND ICH WERDE MICH DARAN ERINNERN, LASSE ES MICH TUN UND ICH WERDE ES VERSTEHEN.

Es braucht zweifellos viel Geduld, sich auf das Tempo der Kinder einzulassen und ihnen Fehler zuzugestehen. Doch genau hier können Kinder Wesentliches von uns Erwachsenen lernen. Schaffen wir es, dem Kind soviel Zeit und Raum zu lassen, wie es eben braucht, oder führen wir dem Kind die Schattenseiten der Erwachsenenwelt vor: UNGEDULDIG, GENERVT UND UNFREUNDLICH ZU SEIN ?

Das Kind absorbiert natürlich auch diese unguten Eigenschaften von uns und wird durch den gereizten Erwachsenen völlig in seinem eigenen Tun irritiert. Je mehr Negativität und Hektik auf das Kind einwirkt, umso weniger kann es seine Aufgabe schnell und richtig erledigen.

Aber auch wir Erwachsene dürfen Fehler machen. Reißt uns wieder einmal der Geduldsfaden, können wir versuchen, uns diese Ungeduld einzugestehen, auch dem Kind gegenüber: Es tut mir leid, dass ich Dich so hetze. Wir sind leider zu spät dran und haben einen Arzttermin,……

So lernt das Kind, dass Fehler passieren dürfen und auch wieder gut gemacht werden können. Es ist sehr wichtig, wie wir Therapeuten, Eltern, Pädagogen mit unseren eigenen Schattenseiten umgehen. Gelingt es uns, sie wahrzunehmen, können wir eine neue Qualität im Umgang mit den Kindern erleben.